Freitag, 9. Mai 2008

Armes Deutschland!

Habe gerade einen Blick auf die Überschriften des Wirtschaft Newsletters der Welt geworfen. Falsch? Oder entwickelt sich Deutschland zu einem Mafioso Unternehmer Staat? Gehen wir morgen unter? Sind wir alle nur noch deprimiert und unzufrieden? Was meinen Sie, wenn Sie die Schlagzeilen des Tages lesen?
  • Schmiergeldaffäre:
    Ex-Siemens-Chef Pierer kommt glimpflich davon
  • Lustreisen-Affäre
    Ex-VW-Betriebsrat zu Geldstrafe verurteilt
  • Betrugsfall
    Ex-Börsenstar Falk muss vier Jahre ins Gefängnis
  • Frust am Arbeitsplatz
    Die meisten Deutschen sind vom Job genervt
  • Umstrittene Personalie
    Alle prügeln auf Ex-Transnet-Chef ein
  • Banken
    Finanzkrise drückt bei Postbank den Gewinn
  • McKinsey-Studie
    Deutsche Banken sind Bremsklotz der Wirtschaft
  • DGB-Studie
    Jeder vierte Gewerkschafter ist unzufrieden
Schluss mit den negativen Meldungen! Draußen scheint die Sonne, ein schöner Tag. Ich schalte jetzt den PC aus und genieße das Leben!
20 mal gelesen

Das Zeitalter der Nicht-Nein-Sager

"Wer mag schon JA-Sager?", fragt Blogger Jochen Mayer in einem Beitrag im XING Forum Work Life Today. Menschen, die zu allem nicken sind schlimm genug. Seit einiger grassiert aber ein Virus, der im Business weitaus bedenklicher ist: Jochen Mayer nennt sie die Nicht-Nein-Sager.

Null-Reaktionen

Nicht-Nein-Sager reagieren nicht, antworten nicht, stellen sich tot.

Zum Beispiel: Sie haben einen Kunden akquiriert, schicken ihm ein Angebot - und warten. Keine Reaktion, kein Zeichen im Stil von "wir haben uns es doch anders überlegt" - einfach Schweigen!" Ob Anfragen für Kooperationen, geplante Projekte, Absprachen - keine Antwort!

Die Diskussion im XING Forum zeigt, dass vielen das Thema unter den Nägeln brennt.

Frage ich mich doch, Ist Nicht-Nein-Sagen eine Folge der Informationsflut? Sind wir überfordert mit den unzähligen Mails, die sich jeden Tag im Postfach anhäufen? Oder ist keine Antwort sogar eine Erfolgsstrategie? Fragen...
38 mal gelesen

Donnerstag, 8. Mai 2008

Verity: Innovativer Tee

Manche Erfindungen sind so genial, dass sie überdauern. Bisher hat keiner den Teebeutel in Frage gestellt. Den gibt es bereits seit 100 Jahren und er wurde per Zufall entdeckt. Der New Yorker Tee-Importeur Thomas Sullivan nämlich hat seinen Kunden in kleinen Säckchen Teemuster verschickt. Diese Müllsäckchen schreiben inzwischen Geschichte. Doch die Zubereitung im Beutel ist umständlich und es dauert bis der Tee gezogen ist.

Einfach und schnell

Wie erfrischend, dass endlich eine neue Idee dem Teebeutel Paroli bietet. Für innovative Produkte bin ich leicht zu begeistern. Das hat sich vermutlich herumgesprochen, zumindet aber muss es jemand erahnt haben: Habe nämlich ein Paket mit einer Produktneuheit erhalten. Verity heißt einTee-Zaubertrank, der sekundenschnell zubereitet ist. TEEWERK Easytea International Ltd. hat ein flüssiges Teekonzentrat auf den Markt gebracht, dass man nur aufreißen und eingießen muss. Ist einfach und geht schnell.

Den Tee gibt es drei Sorten: Hagebutten, Sorten Finest Ceylon, Pure Rooibos ??? (Habe ich noch nicht probiert - was bedeutet wohl Pure Rooibos?) Und so sieht die Verpackung aus. Darin enthalten sind 18 Cups.

Verity

Lobkärtchen
Ob Verity nun tatsächlich eine Tee-Revolution ist, wie auf der Website angekündigt, darüber mag man streiten. Zumindest aber ist es etwas Neues. Das Verpackungs-Design und das Logo gefällt mir und für die Idee gibt es doch glatt ein Lobkärtchen von mir.
64 mal gelesen

Mittwoch, 7. Mai 2008

Die etwas andere Bank

Sitzbänke sehen überall gleich aus. Und da war ich doch bass erstaunt, dass man Im Sauerland mal über eine andere Form nachgedacht hat. Die Alternative zu den alt eingesessenen Bänken hat mich dazu eingeladen, das Sitzerlebnis liegend zu genießen.

Liege
78 mal gelesen

Dienstag, 6. Mai 2008

Sauerland: Wo die Liebe hinführt...

Vermutlich haben mich gewisse Vorurteile davon abgehalten. War für mich nie besonders reizvoll ins Sauerland zu reisen. Und ohne meinen Lieblingsmenschen wäre ich vermutlich auch nie dort gelandet. Doch die Sauerländer haben mich mit einer guten Idee überrascht: Kunst im Wald - das ist etwas Besonderes und hat mich beeindruckt. Im Jahre 2000 wurde nämlich auf einer Strecke von knapp 22 Kilometern ein Waldskulpturenweg angelegt. Mitten im Wald oder am Wegesrand sieht man dann plötzlich ein Kunstwerk.

Bild-II

Naturgewalt
Und auf diesem "kunstreichen" Wanderweg (ja, ich bin tatsächlich gewandert!) sieht man überall noch die Schäden, die das Orkantief Kyrill im Sauerland angerichtet hat. Was eine solche Naturgewalt bedeutet, davon kann man sich hier ein Bld machen - ist wirklich erschreckend und wirkt wie ein Drehort eines furchtbaren Films. Um den Hindernislauf für die Wanderer über entwurzelte Bäume und abgerisse Baumstämme zu erleichtern, wurden Holzbrücken und Treppen aufgebaut.

Wald-I

Wald-II

Wald-III

Also pardon, liebe Sauerländer, habe meine Vorurteile über Bord geworfen und komme bestimmt noch mal.
159 mal gelesen

Sonntag, 4. Mai 2008

Verliert Google seinen Glanz?

Google gilt als der Top-Arbeitgeber. Regelmäßig kürt das amerikanische Forbes-Magazin das Unternehmen und für die Beliebtheit gibt es bekannte Gründe: Die Mitarbeiter genießen Freiheiten, können ihre Kreativität austoben und haben viele Vergünstigungen. Zudem ist Googleplex ein einziger Freizeitpark mit Swimmingpools, Rutschen, einem Volleyballplatz, Entspannungsräume - Friseur und Kindergarten inklusive. Allein 15 Restaurants sorgen für das leibliche Wohl - das Essen ist kostenlos.

Kein Traumjob mehr?
Trotzdem: "Der Suchmaschinenhersteller verliert seinen Glanz“, titelt der österreichische Standard (übrigens hat die Zeit schon im letzten Jahr darüber berichtet) und bezieht sich auf das BINC Resarch Blog. Hier schreibt Headhunter Peter: "Ich liebe Google. Hier arbeiten die brillantesten Köpfe, aber viele Mitarbeiter kündigen und ich verrate Euch warum.“ So beginnt sein Beitrag.

Google

Zwar nennt er auch fünf Gründe, die für den Arbeitgeber Google sprechen. Kern sind aber die Gründe dagegen.

1. Google ist nicht mehr der Traumarbeitgeber
Früher träumte fast jeder davon, bei Google zu arbeiten. Google war revolutionär und überraschend. Das sei vorbei, meint der Headhunter. Der Markt hat sich verändert, die Probleme und Herausforderungen sind gewachsen und die hat Google nicht gelöst: Dazu gehören die politischen und datenschutzrechtlichen Probleme, aber auch Copyright, Server und Storage-Fragen.

2. Corporate Culture
Google war immer besonders stolz auf die offenen, sozialen Strukturen. In dieser Umgebung fühlten sich die Entwickler frei und haben ihre Produkte entwickelt. Doch inzwischen hat sich Google zu einem Konzern entwickelt, die Entscheidungen dauern länger und es dauert Monate, bis ein neues Produkt auf den Markt kommt.
Dabei zitiert er Erick Schonfeld, Journalist der Tech Cruch: "Is it me, or is innovation at Google slowing down?"

3. Herausforderungen
„Google ist immer noch aufregender als viele andere IT-Unternehmen“, schreibt Peter. Trotzdem verlassen Mitarbeiter Google und suchen heue Herausforderungen und "heiße" Projekte. Sie wechseln zu Start-ups - zum Beispiel zu:
  1. Facebook/MySpace
  2. Ooyala – gegründet von den ehemaligen Google Mitarbeitern Bismarck Lepe, Sean Knapp, Belsasar Lepe
  3. FriendFeed
  4. - die ganze Firma besteht aus ehemaligen Googlern
  5. PowerSet – eine von vielen der neuen Generation "Semantic Web"
  6. Rentbits – gegründet von Ex-Google Mitarbeiter Dan Daugherty.
4. Aktienkurse:
Die Google Aktien sind seit November kontinuierlich gesunken. Für Aktionäre und Mitarbeiter ein Problem.

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5. Das Pendeln
Früher war jeder bereit Kilometer zurück zu legen, um in der Goggle Zentrale zu arbeiten. Der steigende Benzinpreis sei u.a. ein Grund, sich gegen den Arbeitgeber zu entscheiden.

Schwarz gemalt?
Einige,wenige Kommentare bestätigen die Thesen von Peter. Dennoch ist das Arbeitsklima bei Google immer noch ein leuchtendes Beispiel für eine Unternehmenskultur, von der sich einige deutsche Firmen gerne eine Scheibe abschneiden können.
82 mal gelesen

Freitag, 2. Mai 2008

Slideluck-Potshow kommt nach Deutschland

Langweilige Veranstaltungen sind in Alt-Herren Clubs immer noch die Norm. Und selbst innovative Firmen, sind nicht unbedingt ein Garant dafür, dass der Vortrag prickelnd rüberkommt. Erinnere mich sehr gut an eine innovativ.in Veranstaltung, bei der der Geschäftsführer eines sehr großen Unternehmens, die Gäste in den Wahnsinn getrieben hat. (Doc Sarah weiß, wovon ich rede :-) Jede Folie von oben bis unten mit langweiligen Daten und Zahlen voll geschrieben – die Zuhörer liefen scharenweise aus dem Saal. Ist vorbei. Würden wir so auch nicht mehr zulassen.
Interaktion und Beteilgung in jeglichlicher Form, ja! Barcamps sind dafür ein gutes Beispiel für neue Formen und ebenso gut: SLIDELUCK POTSHOW.

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Kurz und knackig
Dieses Event hat Casey Kelbaugh vor acht Jahren in Seattle entwickelt. Die Idenaustauschbörse ist für Künstler, Architekten, Designer,Journalisten und Fotografen gedacht. Jeder bringt etwas mit und trägt zum Buffet bei. Man isst zusammen, tauscht sich aus und jeder kann einen Vortrag halten. Einzige Voraussetzung: Sie darf nicht länger als fünf Minuten sein.

Am 6. Mai in Berlin
Die Sideluck Potshows sind inzwischen international gefragt und finden in diesem Jahr in 60 weiteren Metropolen statt, u.a. Los Angeles, Rio, Bogota, Madrid und am 6. Mai 2008 erstmals in Berlin. Wäre neugierig, wie das Event abläuft und ankommt. Ist jemand dabei?
84 mal gelesen

Montag, 28. April 2008

Peinlich: Bohlen krönt den Duschstar

Als wäre DSDS nicht genug. Deutschlands Nervensäge Nr. 1 wirbt jetzt auch noch für die Firma Grohe. Der weltweit führende Hersteller von Sanitäranlagen hat Dieter Bohlen für eine peinliche Werbeaktion gewonnen. Grohe sucht nämlich hoffnungsvolle Gesangstalente, die unter der Dusche ein Liedchen trällern und ihr Video auf der Karaokeplattform „Duschstar“ einstellen.
Schlimmer noch: Bohlen bewertet die Gesangskünste und im November wählt er die Besten der Besten aus.

dieterbohlen_gewinnen1 „Zeig mal was Du drauf hast!“ - Bohlen in Aktion. Mit ein bisschen Glück, so verspricht Grohe wird man Duschstar 2008 und trifft zudem Dieter Bohlen zu einem persönlichen Meet & Greet.

Aber wer will das?
386 mal gelesen

Donnerstag, 24. April 2008

Die neuen Designspotter

Nischenprodukte, Trends, neues Design, - dafür stehen die Designspotter. Die Plattform gehörte zu den ersten deutschen Portalen, die es (auch kleineren Designfirmen) ermöglicht hat, ihre Angebote selbst online zu setzen und dafür zu werben.
Markus Gogolin hat gerade die Designspotter Fangemeinde über den "Big Relaunch" des Online-Magazins informiert. Ist jetzt eben im Blog-Format und gut geworden, finde ich und fündig geworden bin ich auch.

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Der Letterman ist der Briefkasten für die "knitterfreie" Abo-Zeitung. Made in Cologne - von Radius Design.
108 mal gelesen

Mittwoch, 23. April 2008

Abgefahrene Idee: Mit Mails Geld verdienen

Seine Idee ist verrückt, aber so genial, dass ich darüber berichten muss. Der amerikanische "Lebens"- Künstler David Horvitz hat eine irre Verkaufsaktion mit dem Titel THINGS FOR SALE THAT I WILL MAIL YOU gestartet.

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Er nämlich verschickt auf Wunsch Mails, aber nur dann, wenn man ihn dafür bezahlt. Er hat eine ungewöhnliche Liste aufgestellt und präsentiert romantische, abgedrehte Angebote, die man bei ihm direkt im Shop bestellen kann.

Hier einige Beispiele:

Für einen Dollar schaut er eine Minute in den Ozean.

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Für 68.33 Dollar lädt er einen alten Freund von Ihnen zum Dinner ein. Und er mailt Ihnen das Foto von der Begegnung zu und berichtet, worüber sie sich unterhalten haben.

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Für 250 Dollar liest David Horvitz für Sie an einem ganz normalen Arbeitstag aus dem Buch “Der kleine Prinz” auf der New Yorker Wallstreet. Er schickt Ihnen natürlich ein Foto von der etwas ungewöhnlicheren Lesung.

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Für 30 Dollar kauft er Plätzchen im Wert von 30 Dollar und verschenkt die Cookies an Passanten auf der Straße. Sie erhalten zu Beginn und zum Ende der Aktion per Mail ein Foto.

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Die Liste geht weiter und weiter... Und der Künstler hat bereits einiges vekauft. Ungewöhnlich, dass sich Menschen darauf einlassen, aber seine Referenzen mit samt der verkauften Mails beweisen es.
Ach, die Idee hätte ich auch gerne gehabt. Starte ich doch einen Mini-Versuch, der sehr wohl als schlechte Kopie gilt: Wenn Sie mir einen Euro schicken, denke ich eine Minute lang ganz heftig an Sie.

via: shape and colour

Nachtrag:
Habe den "Buy Now Button" richtig verlinkt und jetzt funktionieren die Links nicht mehr. Habe keine Lust von vorne anzufangen. Sorry, aber man kann die Mails wrklich bestellen...
160 mal gelesen

Dienstag, 22. April 2008

Radikal und rebellisch: Web 2.0 im Museum

Der provokante Titel der Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum lässt aufhorchen. Ob Guerilla Marketing, Buzz oder Ambient Marketing, ob Street Art oder Interactive Media – "Radical Advertising" zeigt das, was ich als Foto oder Blogbeitrag aus dem Web kenne. Radikale Werbeformen, heiß diskutiert und umstritten - live, fast wie ein Déjà vu Erlebnis. Der Gullydeckel von Amnesty ist eines von vielen Objketen. Nike ist dabei, Bennetton, Smart, Adidas oder das Blog von Horst Schlämmer.

So erinnert man sich zum Beispiel an den MINI, der als Hotelzimmer umfunktioniert wurde und zur Fußball WM vor den Stadien in Deutschland parkte.

Mini

Mode in Bruchbuden
Oder die Guerillas Stores des Mode-Labels Comme des Garcons, die weltweit für Furore sorgten. Statt exklusivem Ambiente a la Gucci oder Armani, setzte die japanische Marke auf unkonventionelle Loactions. Und getreu nach der Guerilla-Taktik „Zuschlagen und verschwinden“ wurden Stores in Berlin, Singapur oder Helsinki eröffnet - und wieder geschlossen. Und jetzt ist der Comme des Garcons Guerilla Store auch in Düsseldorf zu sehen. Die Besucher der Ausstellung schauen durch einen Maschenzaun auf die Kleidung – doppelte Ironie!

cdg

Radikal daneben
Wenn die alte Museumswelt auf das Web 2.0 stößt, gibt es offensichtlich doch Irritationen. So frage ich mich, warum sich in der Presseabteilung des NRW-Forums noch nicht herum gesprochen hat, dass ein Blog nicht wie ein BLOCK geschrieben wird.
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