Business-Tabu

Samstag, 17. März 2007

CO2 "Bußgelder" für LTU Passagiere?

"Hart aber fair" ist eine Muss-Sendung - muss man sehen. Nicht nur wegen des Moderators Frank Plasberg. Reizthema dieser Woche war: "Wer spielt hier verrückt - das Klima oder die Politiker?"

Der ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin nutze die Gunst der Stunde und entpuppte sich als Schlitzohr: Lächelnd schlug Trittin dem LTU-Gesellschafter und ehemaligen dba-Chef Hans Rudolf Wöhrl vor, dass die LTU Passagiere doch künftig ihr schlechtes C02 Gewissen beruhigen könnten. Und wie?

Gibt es doch die Plattform Atmosfair - Klimabewusst fliegen. Hier kann sich jeder Passagier ausrechnen lassen, wie hoch der CO2 Verbrauch beispielsweise für einen Flug von Frankfurt nach New York ist. Atmosfair bietet an, dass man freiwillig für die verursachten Klimagase zahlt. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert.

woerl

Hans Rudolf Wöhrl verdutzt

Trittins Idee, dass die Fluggesellschaft LTU doch direkt auf ihrer Website einen Link zu Atmosfair setzt, fand der Unternehmer Wöhrl überhaupt nicht komisch.War klar, dass Wöhrl auf den Vorschlag nicht einging...

Und die Fluggäste? Wir findet Ihr die Idee von Trittin?
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Mittwoch, 6. September 2006

Die Schuldenfalle

Schulden, Insolvenz, Geldnot. Darüber redet man nicht. Und wenn jemand die Firma vor die Wand fährt, ist er in Deutschland gebrandmarkt, wird gemieden, gehört nicht mehr dazu. "Während ‚Pleitiers’ in den USA und England als gestrauchelte Helden gelten, werden sie in Deutschland geächtet", schreibt Maximilian Piscane in einem Artikel.

Nicht nur deshalb hat die Engländerin Anne Koark das Tabu-Thema gebrochen. Die ehemalige Unternehmerin ist eine mutige Frau, die über ihre Insolvenz ein Buch mit dem Titel "Insolvent und trotzdem erfolgreich" geschrieben" hat. Eben war sie in der Sendung Menschen bei Maischberger.

Anne-Koark1
(Anne Koark im Bild mit dem Bankenexperte Prof. Dr. Wolfgang Gerke)

Um ihre Schulden zurück zu zahlen, ist Anne Koark viel unterwegs.
Sie ist inzwischen eine gefragte Referentin zu den Themen Insolvenz, Wirtschaft und Ethik und sie ist eine Art Strohhalm für viele Menschen, die in die Schuldenfalle getappt sind.

Nachdem sie das Buch veröffentlichte, habe ich ein
Interview mit ihr gemacht. Das ist schon lange her. Und zu gerne hätte ich mit Anne Koark eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Dazu hätte ich auch gerne einen Vertreter einer Bank eingeladen. Ich habe sechs Banken angefragt und bei allen eine Absage erhalten.
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Sonntag, 3. September 2006

Menschlichkeit statt Ersatzdrogen

Ab ins Kloster! Dieser Tipp ist ernst gemeint. Wir wollen mehr Menschlichkeit in den Unternehmen und deshalb geht der Rat an die Manager, die den Glauben an die Welt und sich selbst verloren haben. Sie klammern sich nämlich an Ersatzdrogen wie Profit, Gewinn und Erfolg, aber die wirken nur kurzfristig. Und jeder weiß, selbst wenn die „Workaholic-Dosis" erhöht wird, bleibt das Loch.

Nun ist bekannt, dass Ruhe und Besinnung dazu beitragen, zu sich selbst zu finden. Und diese Stille, die vermutlich für Manager nur schwer zu ertragen ist, findet man eben im Kloster.
In der heutigen Ausgabe der "Welt am Sonntag" ist über die Abtei Hamborn ein Artikel mit der Überschrift Mit Nächstenliebe zum Erfolg" erschienen.
HambornIn der Duisburger Abtei werden die geschwächten Manager-Seelen gestärkt. Der positive Nebeneffekt: Die Patres erhoffen sich davon mehr Verantwortung in der Wirtschaft, Ethik und Werte. Und wenn man das im Kloster lernt, warum nicht?


Führungskräfte von DaimlerChrysler besuchen übrigens regelmäßig Seminare in Klöstern.

Warum ich das alles schreibe?

interviewVor längerer Zeit habe ich einen Manager interviewt hat, der richtig auspackte. Und dann hat ihn der Mut verlassen. Trotz aller journalistischer Bedenken, habe ich das Interview Mutloser Manager mit Zustimmung, aber ohne Namen veröffentlicht. Ein kleiner Auszug, gibt Aufschluss und verdeutlicht, was ich meine.

"Natürlich wird der Kampf ums Überleben der Unternehmen immer härter. Die Starken werden gewinnen! Und die Schnelleren! Wir müssen aufpassen, dass wir nicht gefressen werden. Deshalb müssen wir Kosten reduzieren, Kosten killen. Das Ergebnis erzielen wir nur dann, wenn wir mit weniger Personal auskommen. Die Aktionäre erwarten von uns Rendite. Wenn der Mensch im Mittelpunkt meiner Überlegung stünde, müsste ich meinen Job wechseln."

Nicht nur unserem mutlosen Manager würde es gut tun, zur Ruhe zu kommen und sich zu besinnen.
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Donnerstag, 17. August 2006

Tabu Angst im Business

Bei vielen Mitarbeitern sitzt die Angst tief: Angst vor Kündigung, Angst Fehler zu machen, Angst vor Schikane. Angst kostet Geld. Dafür zahlen Unternehmen, dafür zahlt die Wirtschaft - und zwar jährlich mindestens 100 Mrd. Euro. Die Welt hat heute über die Langzeitstudie zum Thema Angst und die wirtschaftlichen Folgen einen interessanten Artikel veröffentlicht.

Angst verstecken
Wie Führungskräfte ihre Angst verstecken, sie hinter einem autoritären Verhalten kaschieren oder Schuldige suchen, beschreibt der Coach Barbara Geffroy in einem Beitrag, den wir bei uns veröffentlicht haben. Fest steht: Angst im Business ist ein Tabu.
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Samstag, 4. Februar 2006

Knallhart abserviert!

fotos-alt-IAb wann ist man eigentlich alt? Wenn man am Arbeitsplatz den Satz hört, "Sie sind zu alt!“, wird man knallhart abserviert. Ab 45 zählt man zum alten Eisen, ist kränklich, unflexibel und vergesslich. Das vernichtende Urteil in Zahlen ausgedrückt: Im Januar 2005 waren weit mehr als eine Million über-50-Jährige arbeitslos. Mit dieser Einstellung sehen wir alt aus und sind es tatsächlich, weil die Altesrpyramide unaufhörlich steigt.

Opfer des Jugendwahns
Mario D. ist Designer. Sein großzügiges Atelier hat er aufgegeben, seine Mitarbeiter entlassen, den BWM verkauft. Einst hat sein Werbeatelier für Thyssen und Mannesmann gearbeitet. Für die Modebranche flog er zum Fotoshooting auf die Bahamas oder nach Jamaica, jettete zum Meeting nach Paris oder London. Vorbei.

Wie geht es weiter?
Heute gehört er zu den Verlierern des Jugendwahns. Er ist zu alt und zu teuer. „In der Werbung sind junge, smarte Typen gefragt“, sagt der 54-jährige verbittert. Er lebt von kleinen Jobs. Hier mal ein Logo, da mal ein Entwurf. Wie es weitergeht? „Ich weiß es nicht“, gesteht er.

fotos-II-altLebensversicherung als letzte Reserve
Kein Einzelfall. Die 46-jährige Angelika S. war über 15 Jahre freie Fotografin bei einem Wirtschaftsmagazin. Im Zuge der Sparmaßnahmen, wurde sie immer seltener beauftragt. Jetzt fotografiert sie auf Hochzeiten oder runden Geburtstagen. Ihren Lebensunterhalt kann sie mit den Minijobs nicht finanzieren. Das Sparbuch ist inzwischen geplündert, bleibt als letzte Reserve die Lebensversicherung. Und dann?

Die Frage nach dem Sinn des Lebens
Krisen über Krisen: Der Drucker hat den Anschluss an die digitale Medienentwicklung verpasst und steht vor dem Ruin. Karsten S. hat Jahr für Jahr geschuftet, die Firma aufgebaut. Er hat Zeit, Schweiß und Energien reingesteckt und die Firma erfolgreich gemacht. Dann kam die Krise. Kurz vor der Insolvenz fand er noch einen jüngeren Käufer. Er ist draußen und lebt von seiner Abfindung. Mit 51 Jahren fragt er sich nach dem Sinn des Lebens: War das alles?

Berufung finden
Andere stellen in der Krise fest, dass Sie immer noch nicht ihrer Berufung gefolgt sind. Die 49-jährige Bettina K. war jahrelang in der Pharmaindustrie tätig. Kündigung. „Jetzt habe ich endlich meine Aufgabe gefunden“, beteuert sie glaubhaft. Sie verdient mit Handauflegen und Pendeln ihren Lebensunterhalt.

Der Griff nach jedem Strohhalm
Wenn das Selbstwertgefühl leidet und die Orientierung verloren geht, greift man nach jedem Strohhalm. Der eine fühlt sich zum Heiler berufen, der andere wartet auf ein Wunder - oder er stürzt sich in das Multilevel Marketing Geschäft. Versprochen wird jede Menge: Finanzielle Unabhängigkeit, unbegrenztes Wachstum und das Wichtigste: Es gibt keine Altersbegrenzung. Man muss eben nur die Produkte verkaufen und neue Partner gewinnen, die wiederum verkaufen...

Wege aus dem Dilemma?
Eine ehemalige Sozialpädagogin hat eine Ausbildung zur Wechseljahre-Beraterin gemacht, die Ex-Agenturchefin bietet Reiki 50plus Seminare an, die Senioren-Paten für Existenzgründer haben früher selbst eine Firma geleitet. Bevor der Zug abfahren ist, springen einige Silver Ager schnell auf, und sind bevorzugt als Coach oder Berater unterwegs.

Gipfelstürmer vor dem Abstieg
Ob Architekt, Ingenieur, Bankangestellter, Verkäufer oder Unternehmer- die 50plus Generation trifft es besonders hart. Und: Den einstigen Gipfelstürmern fällt der Abstieg schwer. Bevor man in das schwarze Loch fällt, täuscht man weiter Erfolge vor und belügt sich und andere. Von Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen geplagt, flüchten sich viele in Aktionismus oder sind gelähmt. Über den finanziellen Engpass, den Frust oder die Depressionen spricht man nicht.

Alle wollen alt werden, aber keiner will alt sein
Obwohl Arbeitsmarktforscher in letzter Zeit gebetsmühlenartig ein Umdenken fordern, sieht die Realität grau aus. Mit der Kampagne "50plus - die können es" versuchte die Bundesanstalt für Arbeit die Vorbehalte gegen Ältere zu entkräften. Doch wie die statistische Entwicklung von 1999 bis 2003 zeigt, konnte auch sie eine durchgreifende Veränderung nicht bewirken, denn immer noch will kaum eine Firma ältere Arbeitnehmer einstellen.

Attraktives Alter
Fakt: Es liegt immer noch ein überkommener Alterbegriff zugrunde. Heute sind 50-jährige aktiv, gesund und stehen mit ihrem großen Erfahrungsschatz mitten im Leben. Eine völlig neue Situation, denn zum ersten Mal dominieren zahlenmäßig die älteren Jahrgänge.

FAZIT:
30 Millionen der Deutschen sind heute schon über 50 Jahre alt! Bis zum Jahr 2050 sind über 50 Prozent der Bevölkerung über 50. Heißt, wir müssen künftig unsere Einstellung zum Alter dringend ändern!

Promis und Ihr Alter:
Iris Berben (55), Rod Steward (50), Richard Gere (56), Bettina Böttinger (50), Thomas Gottschalk (56), Elton John (50), Hannelore Elstner (63), Paul Mc Cartney (60), Angela Merkel (53), Tina Turner (66). Udo Jürgens (70).
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Samstag, 19. Februar 2005

Insolvent und trotzdem erfolgreich?

Der Pleitegeier kreist über Deutschland. In Europa sind wir Spitzenreiter bei den privaten Insolvenzen und bei den Firmenpleiten belegen wir Platz 2. Die Zahlen erschecken, weil sich dahinter menschliche Schicksale verbergen.

Mutiges Buch

Anne Koark
hat ein mutiges Buch mit dem Titel" Insolvent und trotzdem erfolgreich" geschrieben und hat damit das Tabu aufgebrochen. Eine mutige Frau!
Obwohl ich bislang nur telefonisch Kontakt hatte, beeindrucken mich Ihre Kraft, Ihre Energie und Ihr Durchhaltevermögen. Und weil sie über Ihre Insolvenz berichtet hat, hilft Anne Koark damit anderen.
Als sie damals Ihr Buch veröffentlichte, habe ich ein Interview mit ihr gemacht. Interview mit Anne Koark

Jeden Tag melden sich bei ihr Menschen, die von der Insolvenz betroffen sind, die sich mit Schuldgefühlen und Versagensängsten herumquälen, die Angst haben und manchmal sogar an Selbstmord denken.

Versager!
Eine Insolvenz wird in Deutschland immer noch wie ein Verbrechen geahndet. Während in Amerika jeder die zweite Chance erhält, stempeln wir die Menschen als Versager ab.
Aus diesen Erkenntnissn heraus, hat Anne Koark jetzt einen Verein BIG -Bleib im Geschäft gegründet.

Jede Krise ist eine Chance
Bleib im Geschäft e.V. ist der Auffassung, dass diese Krisensituation zugleich auch die Chance für einen Neubeginn beinhaltet.Menschen,die eine solche Krise durchstehen,gewinnen an Erfahrung und sind häufig kompetenter als mancher „Schönwetterkapitän“.

Anlaufstelle für Betroffene
Bleib im Geschäft e.V. ist eine Anlaufstelle für alle von Insolvenz bedrohten oder betroffenen Personen. Er hilft Unternehmern, die vor der Insolvenz stehen oder sich in ihr befinden, mit Rat und Tat. Zudem informiert der Verein über das Thema Insolvenz und führt öffentliche Veranstaltungen hierzu durch.
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